Science Slam: Wissenschaftler als Entertainer
Ob literaturwissenschaftliche Theorien, Lithium-Ionen oder leuchtende Moleküle –diese und andere wissenschaftliche Themen bestimmen seit einigen Jahren die Kultur- und Kneipenszene. Seit sich Poetry Slams etabliert haben, muss man nicht erst einen Literaturpreis absahnen, um sich mit seinem Werk einem größerem Publikum zu stellen. Dieses Konzept gibt’s auch für Wissenschaftler: den Science Slam.
Erfinder Alex Dreppec veranstaltete 2006 den ersten Wissenschaftswettstreit. Auf die Idee kam der begeisterte Poetry Slammer als er über die Verständlichkeit von wissenschaftlichen Texten promovierte. Die beiden Bereiche Wettstreit und Wissenschaft vereinte er dann in dem Format Science Slam. Die Ziele: Die Kommunikationsfähigkeit der gemeinhin stummen Wissenschaftler zu fördern und die Wissenschaft, aus ihrem Elfenbeinturm zu holen und das Publikum dafür zu begeistern. Die Voraussetzungen: Man muss eigene Forschungsergebnisse, zum Beispiel aus einer wissenschaftlichen Arbeit, vorstellen. Der Sieg: Wie beim Poetry Slam gibt es eine Zeitbegrenzung und das Publikum entscheidet, wer gewinnt. Wer mit viel Witz und Anschaulichkeit an den Start geht, hat natürlich die besten Karten.
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